Coachingkonzept

 
Golf ist ein Spiel. Nur ein Spiel. Wenn man auf Golfplätzen unterwegs ist, dann hat man oft den Eindruck, diese Einschränkung besonders betonen zu müssen. Dies ist bereits ein sehr guter Hinweis auf die Wirkungsmöglichkeiten des Formates Caddie Coaching. Die grundlegende Überlegung ist, dass Golf einerseits den Charakter eines harmlosen Zeitvertreibs hat, jedoch andererseits von jedem, der sich auf das Spiel einlässt, eine spezielle Form der Hingabe, der Konzentration, der Ernsthaftigkeit fordert.    Golf als Lebensexperiement
Dadurch entsteht ein interessantes Potential für Selbsterfahrung. Jedes Experiment, jedes Gedankenspiel, das ich in diesem Rahmen anstelle, kann gefahrlos nach dem Verlassen des Golfplatzes wieder vergessen werden, aber die dabei entstehenden Emotionen sind sehr vergleichbar mit denen, die auch in anderen Bereichen, die ich ernst nehme, wiederkehren: Freude, Zuversicht, Wut, Verzweiflung, sogar Begehren, Trauer und Angst.
Professionelles Handeln ohne Konzept kann es nicht geben. Nur gegen eine allgemeine, also vom Einzelfall abstrahierende Beschreibung dessen, was der Handelnde tut, kann eine Überprüfung und vor allem kontinuierliche Verbesserung des Handelns durchgeführt werden. Der Einzelfall kann gelegentlich ohne Konzept erfolgreich sein.
  Kein professionelles Handeln ohne Konzept
Das Konzept des Caddie Coachings soll anhand von vier Elementen erläutert werden: Weltanschauung, Perspektiven, Haltung und Methoden. Die Definitionen der Begriffe, wie sie hier verwendet werden, finden Sie, wenn Sie den Links auf den Begriffen folgen.    Vier Elemente des Konzeptes
 
Golf ist ein Spiel. Nur ein Spiel. Wenn man auf Golfplätzen unterwegs ist, dann hat man oft den Eindruck, diese Einschränkung besonders betonen zu müssen. Dies ist bereits ein sehr guter Hinweis auf die Wirkungsmöglichkeiten des Formates Caddie Coaching. Die grundlegende Überlegung ist, dass Golf einerseits den Charakter eines harmlosen Zeitvertreibs hat, jedoch andererseits von jedem, der sich auf das Spiel einlässt, eine spezielle Form der Hingabe, der Konzentration, der Ernsthaftigkeit fordert.    Golf als Lebensexperiement
Dadurch entsteht ein interessantes Potential für Selbsterfahrung. Jedes Experiment, jedes Gedankenspiel, das ich in diesem Rahmen anstelle, kann gefahrlos nach dem Verlassen des Golfplatzes wieder vergessen werden, aber die dabei entstehenden Emotionen sind sehr vergleichbar mit denen, die auch in anderen Bereichen, die ich ernst nehme, wiederkehren: Freude, Zuversicht, Wut, Verzweiflung, sogar Begehren, Trauer und Angst.
Professionelles Handeln ohne Konzept kann es nicht geben. Nur gegen eine allgemeine, also vom Einzelfall abstrahierende Beschreibung dessen, was der Handelnde tut, kann eine Überprüfung und vor allem kontinuierliche Verbesserung des Handelns durchgeführt werden. Der Einzelfall kann gelegentlich ohne Konzept erfolgreich sein.
  Kein professionelles Handeln ohne Konzept
Das Konzept des Caddie Coachings soll anhand von vier Elementen erläutert werden: Weltanschauung, Perspektiven, Haltung und Methoden. Die Definitionen der Begriffe, wie sie hier verwendet werden, finden Sie, wenn Sie den Links auf den Begriffen folgen.    Vier Elemente des Konzeptes

Weltanschauung

Die Art und Weise, wie ich auf die Welt im Ganzen sehe, welche Hoffnung und persönliche Zielsetzung ich für gesellschaftliches Zusammenleben im Allgemeinen und für individuelles Leben im Besonderen habe. In anderen Kontexten wird der Begriff Weltanschauung auch als Vision, Mission Statement oder Leitbild bezeichnet. „Mehr Demokratie wagen“ sei als prägnantes Beispiel zum besseren Verständnis genannt.

Eine Welt des Vertrauens und des Muts ist meine Idealvorstellung. Diese beiden Kategorien halte ich insbesondere deshalb für wesentlich, weil jeder Einzelne - Sie und ich – die Möglichkeit hat, mit dieser Vision im ganz Kleinen anzufangen. Nämlich: Bei sich selbst. Außerdem bedingen sich beide Kategorien gegenseitig: Erst durch das Aufbringen von Mut kann Neues entstehen und durch das Bewältigen von neuen Situationen kann Selbstvertrauen entstehen. Wie jede Form des Vertrauens benötigt auch Selbstvertrauen ein wesentliches Element: Den Vorschuss. Diesen aufzubringen erfordert Mut.

Und mindestens ebenso entscheidend: Diese Kategorien enden nicht im Kleinen, sondern entfalten ihre eigentliche Wirkung erst, wenn sie sich über das Individuum hinaus erstrecken. Aus Mut und Vertrauen entstehen dann im sozialen Kontext Hilfsbereitschaft, Großzügigkeit und Freundlichkeit.

Jeder passionierte Golfspieler kann ermessen, welche Bedeutung die beiden Facetten Mut und Vertrauen für das eigene Spiel besitzen. Aber auch im Umgang mit den anderen Spielern einer Spielgruppe entfalten diese Eigenschaften ihre Kraft.

   Vertrauen und Mut sind ideale Prinzipien

Perspektiven

Die grundlegenden Kategorien, die bei der Beschreibung, Deutung, Bewertung einer Situation gewählt werden. Also beispielsweise Familie, Führungsverhalten oder Aufgaben und Pflichten. Diese dienen dazu, die Komplexität einer Situation zu reduzieren und eine erste strukturierte Sicht zu erzeugen.

Für mich entscheidend ist das Verhältnis des Ichs zu allem anderen. Was schreibe ich mir zu und was meiner Umwelt? Wovon glaube ich, dass ich es ändern kann? Was nehme ich als Hemmnis wahr? Welches sind die Dinge, die ich genieße? Gibt es Elemente in einer als unpassend empfundenen Situation, die eindeutig in eine dieser Kategorien passen? Und welche sind nicht eindeutig zuzuordnen? Insbesondere heißt das, dass ich es nicht als Möglichkeit empfinde, die Umwelt, die Bedürfnisse anderer zu ignorieren.

In diesem Zusammenhang ist eine weitere bedeutende Kategorie die der Rolle und der rollenselektiven Authentizität. Damit ist gemeint, dass in verschiedenen Situationen bestimmte Rollen zugewiesen oder eingenommen werden können, die immer auch einen individuell gestaltbaren Anteil haben. In diesem Anteil, der je nach Rolle größer oder kleiner sein kann, ist Platz für authentisches Handeln. Authentisch ist eine Handlung dann, wenn sie aus der eingenommenen Perspektive (die eigene, die einer anderen Person oder Gruppe) mit dem Gesamterleben einer Person übereinstimmt.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welchen Eindruck Sie auf die anderen Spieler ihrer Spielgruppe machen? Welchen Einfluss Sie auf das Spiel der anderen haben?

   Wofür übernimmst du Verantwortung?

Haltung

Unter diesem Begriff wird zusammengefasst, welche Maßstäbe an die Welt, Personen und Handlungen gelegt werden. Steht z.B. die Erfüllung von Pflichten an oberster Stelle oder eher der Genuss des Augenblicks? Steht individuelle Maximierung vor der Erreichung von Gruppenzielen oder umgekehrt? Sind geschlossene Verträge wichtiger als eine situationsangepasste Absprache?

Ich genieße eine Gratwanderung zwischen dem strukturierten Planen von Abläufen und dem Diktat des Humors und der Selbstironie. Seit mir vor einigen Jahren die Definition: „Humor ist existentielle Leichtigkeit“ untergekommen ist, bin ich begeistert davon. Auch in schwierigen Phasen nicht die Feuchtigkeit aus den Augen zu verlieren, ist ein wunderbares Grundprinzip. Auf der anderen Seite genieße ich es, Pläne zu machen.
Aber Pläne dürfen dabei nur als Momentaufnahme verstanden werden, nicht als Selbstzweck, denn sonst verlieren sie ihren Sinn: Sie sind eine Karte für eine Schatzsuche. Dort, wo das rote Kreuz auf der Karte ist, ist ein Ziel erreicht. Aber die Karte ist nicht der Schatz, auch dann nicht, wenn sie besonders schön ist. Wohl aber taugt sie ganz wunderbar zu dem Zweck, über den eingezeichneten Weg zu reden. Das führt zu einem weiteren haltungsrelevanten Element: Transparenz. Nur Transparenz erlaubt es Führungspersonen, nachvollziehbar eine Gruppe an ein Ziel zu führen. Noch besser: hinter der Gruppe zu stehen und ihr dabei zuzusehen, wie sie an ein Ziel kommt. Dabei mag ich keine Heldengeschichten. „Der Star ist die Mannschaft“ ist eine von unzähligen Interviewplattitüden aus dem Fußballlehrerkanon, doch hat sie einen für mich wahren Kern: Nur, wenn die Stärken und Schwächen aller Beteiligter einigermaßen klar sind und die Aufgabenverteilung entsprechend durchgeführt worden ist, kann etwas mit Substanz entstehen. Dabei kann die Aufgabenverteilung durchaus auch so geschehen, dass z.B. zu Ausbildungszwecken nicht der jeweils Fähigste eine Aufgabe übertragen bekommt. Nur muss dies bewusst, transparent und mit entsprechender Erwartungshaltung geschehen. Auch in dieser Situation ist dabei ein weiteres Prinzip wichtig, nämlich, dass Handlungen relevant sind. Damit meine ich, dass für den Handelnden nachvollziehbar sein sollte, welchen Einfluss seine Handlung auf ein Gesamtergebnis, ein Gesamterleben hat.
Im Golf kommen viele dieser Elemente zusammen. Offensichtlich bekomme ich eine sofortige Rückmeldung über meine golferischen Handlungen, die Relevanz meiner Aktionen ist so unmittelbar, wie in kaum einen anderen Sport. Nur wenn ich mir meiner Stärken und Schwächen wirklich bewusst bin, kann ich sie bewusst vermeiden oder trainieren. Ein Spielplan für einen bestimmten Platz und einen bestimmten Tag ist ein schönes Instrument und doch eines, das in einem Wimpernschlag ad absurdum geführt werden kann. Doch wie gehe ich dann mit dem Rest des Planes um? Spannende Fragen, die nur bei tieferem Verständnis des Prinzips Plan beantwortet werden können. Und schließlich: Wie sollte man die eigenen Unzulänglichkeiten, ohne die das Spiel nicht gespielt werden kann, ertragen, ohne die Fähigkeit zu haben, über sich selbst zu lachen? Doch Vorsicht: Nie den Respekt vor sich verlieren!

   "Humor ist existentielle Leichtigkeit"

Methode

Welches Material und welche Werkzeuge liegen im Koffer, den der Coach mitbringt? Sowohl Rahmenwerke wie z.B. Themenzentrierte Interaktion, systemische Beratung oder Transaktionsanalyse sind unter diesem Stichpunkt zu verstehen, als auch einzelne Werkzeuge, wie z.B. Skalierungsfragen, paradoxe Intervention oder die bekannte Wunderfrage.

Generell ist das Gespräch meine Grundmethode. Alles geht davon aus, was gerade da ist. Das unterscheidet sich zunächst kaum von anderen Arten des Businesscoachings. Systemische, personzentrierte, humanistische Ideen leiten das Vorgehen. Es gibt also keine absolute Wahrheit außer der, dass die Situation, so wie sie vor uns liegt, echt ist, neben vielen parallelen Sichten, die genauso echt sind. Das bedeutet, dass ich in meinen Gesprächen immer versuche darauf hinzuwirken, dass mein Gesprächspartner seine Situation ein bisschen besser versteht, als er es vor dem Gespräch getan hat. Hierbei helfen Spiegelung der Haltungselemente, Kontrastierung mit anderen Sichtweisen, Vergrößerungen von Details und Betrachtungen von Situationen aus der Totalen.
Im Unterschied zu Coachingansätzen, die in einem Raum stattfinden, kommen beim Caddie Coaching zwei wesentliche Elemente hinzu: Die Weite des Draußen, mit allen Rahmenbedingungen, wie z.B. dem Wetter oder anderen Menschen auf dem Platz und das Golfspiel an sich. Beides wird dazu eingesetzt, Denkweisen zu überprüfen, buchstäblich Gedanken Raum zu geben und sein eigenes Verhalten zu beleuchten. Ist wirklich jederzeit klar, dass es sich um ein Spiel handelt oder könnte es sein, dass viele Verhaltensweisen auf dem Platz denen im wahren Leben ähneln? Was kann daraus gelernt werden?

   Eine Wahrheit: Deine Wahrheit
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